Das Mineralien- und Bergbaumuseum Hückelhoven ist ein Ort voller Faszination. Es zeigt die reiche Bergbaugeschichte und die einzigartigen Mineralien der Region. Als montanhistorisches Dokumentationszentrum verwaltet es die Sammlungen des Deutschen Bergbau-Museums Bochum.
Die Sammlungsgeschichte reicht über 250 Jahre zurück. Sie bildet einen zentralen Punkt in der Montangeschichte während der Industrialisierung. Das Museum bewahrt die Vergangenheit der Steinkohleförderung. Es dient auch als Zentrum zur Vermittlung der Hückelhoven Kultur.
Besucher können die Entwicklung des Bergbaus von Anfang bis Ende erleben. Die Ausstellung zeigt, wie Mineralien und Bergbau die Region geprägt haben. So trägt das Museum wesentlich zum Verständnis der lokalen Geschichte bei.
Geschichte des Bergbaus in Hückelhoven
Die Bergbaugeschichte Hückelhovens hat die Stadt und die Region tief geprägt. Von den Anfängen der Steinkohleförderung bis zur Schließung des letzten Bergwerks hat Hückelhoven eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen.
Die Anfänge der Steinkohleförderung
1908 eröffnete das Bergwerk Sophia-Jacoba die Ära der Steinkohleförderung in Hückelhoven. Es entwickelte sich schnell zum wirtschaftlichen Mittelpunkt der Region. Tausende Menschen fanden hier Arbeit.
Entwicklung des Bergbaus bis zur Schließung
In seiner Blütezeit beschäftigte das Bergwerk Sophia-Jacoba bis zu 6.000 Mitarbeiter. Es war der größte Arbeitgeber der Region und formte die Kultur von Hückelhoven nachhaltig. Die Steinkohleförderung beeinflusste nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das soziale Leben der Stadt.
Jahr | Ereignis | Bedeutung |
---|---|---|
1908 | Eröffnung Sophia-Jacoba | Beginn der Steinkohleförderung |
1997 | Schließung des Bergwerks | Ende der Bergbauära |
1997 | Gründung Förderverein „Schacht 3“ | Bewahrung des Bergbauerbes |
Bedeutung für die Region
Der Bergbau hat die Identität Hückelhovens nachhaltig geformt. Nach der Schließung 1997 gründete sich der Förderverein „Schacht 3“. Heute zählt er über 1.000 Mitglieder. Der Verein bewahrt die Bergbaugeschichte und vermittelt sie an jüngere Generationen.
Das Mineralien- und Bergbaumuseum Hückelhoven trägt ebenfalls dazu bei, die Bergbaugeschichte lebendig zu halten.
Mineralien- und Bergbaumuseum Hückelhoven: Ausstellung und Sammlungen
Seit 1997 fasziniert das Mineralien- und Bergbaumuseum in Hückelhoven Besucher mit seiner beeindruckenden Sammlung. Der Verein, der sich für Mineralien begeistert, zählt rund 130 Mitglieder. Er präsentiert eine Vielzahl von Mineralien aus Deutschland sowie Exponate aus Afrika, Südamerika und Osteuropa.
Ein besonderes Highlight für Familienbesuche sind die Fossilien aus der Region. Nach einem erfolgreichen Umbau strahlen die Mineralien in neuem Glanz. Moderne Vitrinen und erneuerte Decken im Eingangsbereich und Schauraum sorgen für eine attraktive Präsentation.
- Eine 270 Millionen Jahre alte Baumscheibe
- Seltene Funde wie ein 40-Kilo-Exemplar
- Sandproben aus der Mongolei, Algerien, Japan und Jordanien
- Über 1000 Exponate, darunter Citrin, Malachit und Pyrit
Das Technikmuseum präsentiert beeindruckende Pflanzenfossilien wie Schuppenbäume, Farne und Schachtelhalme. Diese sind 300 bis 320 Millionen Jahre alt. Versteinerte Süßwassermuscheln belegen die Entstehung der Kohleflöze in einer Seen- und Flusslandschaft.
Für Mineralienfreunde sind die Raritäten wie Millerite, Bergkristalle und Zinkblende besonders spannend. Unter UV-Licht fluoreszieren einige Mineralien wie Septarien und Calcite in faszinierenden Farben.
Jeden Mittwoch können Besucher selbst aktiv werden und in einem speziellen Raum Steine bearbeiten. Das Museum hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für Mineralienfreunde aus der gesamten Region entwickelt.
Wissenschaftliche Dokumentation und Forschung
Das Mineralien- und Bergbaumuseum Hückelhoven ist ein Schlüsselelement in der Bergbaugeschichte. Es fungiert als Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok) und verwaltet umfangreiche Sammlungen. Die Forschung im Museum umfasst verschiedene Aspekte der Bergbaukultur.
Montanhistorisches Dokumentationszentrum
Das montan.dok gilt als zentraler Anlaufpunkt für Forscher und Interessierte. Trotz einer sechsmonatigen Schließung im Jahr 2017 konnte das Zentrum seine Nutzerzahlen nahezu auf dem Niveau der Vorjahre halten. Dies unterstreicht das anhaltende Interesse an den Ressourcen des Museums.
Forschungsschwerpunkte und Projekte
Ein herausragendes Forschungsprojekt ist „montan.dok 21“. Dabei wurden Daten von 91 Museen und Vereinen in Deutschland gesammelt. Neue Standards für die Erfassung von Bergbauobjekten wurden entwickelt. Die Ergebnisse sind auf der Website www.bergbau-sammlungen.de verfügbar.
Projekt | Teilnehmer | Ergebnis |
---|---|---|
montan.dok 21 | 91 Museen und Vereine | Neue Dokumentationsstandards |
Wissenschaftliche Konferenz | 150 Teilnehmer | Netzwerkbildung und Forschungsaustausch |
Digitale Archivierung und Zugänglichkeit
Die digitale Archivierung und Zugänglichkeit der Bestände wird durch die Online-Datenbank www.montandok.de sichergestellt. Diese Plattform ermöglicht es, auf wertvolle Informationen zur Bergbaugeschichte zuzugreifen. Die „Objekt des Monats“-Rubrik auf der Website hebt regelmäßig besondere Artefakte hervor und bietet Einblicke in die vielfältigen Sammlungen des Technikmuseums.
Bergbautechnik und Mineralienausstellung
Das Mineralien- und Bergbaumuseum Hückelhoven öffnet Türen in die Welt des Bergbaus und der Mineralien. Es ist ein perfektes Ziel für Familien, die Technik und Bergbaugeschichte entdecken möchten. Es verbindet die spannende Welt des Bergbaus mit der Faszination der Mineralien.
Historische Werkzeuge und Maschinen
Die Ausstellung zeigt eine beeindruckende Sammlung historischer Bergbauwerkzeuge und -maschinen. Besucher können die Entwicklung der Bergbautechnik verfolgen, von einfachen Werkzeugen bis zu komplexen Maschinen. Diese Exponate geben Einblick in die harte Arbeit unter Tage.
Mineralogische Sammlung
Ein besonderes Highlight ist die umfangreiche mineralogische Sammlung. Sie enthält Raritäten wie Millerit, Bergkristalle und Pyrite. Besonders beeindruckend sind die Mineralien, die unter UV-Licht leuchten, wie Septarien und Calcite. Diese Sammlung zeigt die Vielfalt der Mineralien auf faszinierende Weise.
Interaktive Exponate
Das Museum nutzt interaktive Elemente, um die Bergbautechnik zu veranschaulichen. Besucher können an Simulationen teilnehmen und so die Herausforderungen des Bergbaus erleben. Diese interaktiven Erfahrungen machen den Besuch besonders attraktiv und lehrreich für Familien.
Mit seiner Kombination aus historischen Artefakten, beeindruckenden Mineralien und interaktiven Elementen bietet das Museum eine einzigartige Lernerfahrung. Es ist ein Ort, an dem die Geschichte des Bergbaus lebendig wird und die Schönheit der Mineralien bestaunt werden kann.
Besucherangebote und Führungen
Das Mineralien- und Bergbaumuseum Hückelhoven lädt Familien zum Besuch ein. Es bietet kostenlose Eintritte und Führungen. So können Besucher die Bergbaukultur hautnah erleben. Die Ausstellung ist sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr und mittwochs ab 18:00 Uhr geöffnet.
Die Hückelhoven Kultur wird durch beeindruckende Exponate lebendig. Mineralien aus aller Welt und 300 bis 320 Millionen Jahre alte Fossilien faszinieren Groß und Klein. Besonders hervorzuheben sind Millerit, Bergkristalle und Pyrit. Im Steinbearbeitungszentrum und unter Mikroskopen erleben Besucher die Mineralienwelt.
Für Familien gibt es spezielle Angebote. Exkursionen zu umliegenden Halden erweitern den Horizont. Im Winter ist das Museum einmal, im Sommer zweimal monatlich geöffnet. Für Terminvereinbarungen steht das Museum unter +49 2433 2627 zur Verfügung.
Das Museum nutzt Cookies für statistische Zwecke. Diese anonymen Daten verbessern die Webseite und Angebote. So bleibt der Familienbesuch im Mineralien- und Bergbaumuseum Hückelhoven ein unvergessliches Erlebnis.
FAQ
Was kann man im Mineralien- und Bergbaumuseum Hückelhoven sehen?
Welche Bedeutung hatte der Bergbau für Hückelhoven?
Gibt es spezielle Angebote für Familien im Museum?
Welche Forschungsarbeit wird im Museum durchgeführt?
Wie kann man auf die digitalen Archivbestände des Museums zugreifen?
Welche besonderen Exponate gibt es in der mineralogischen Sammlung?
Quellenverweise
- https://www.bergbaumuseum.de/forschung/montandok/objekt-auf-reisen-heute-ein-handstein-in-new-york
- https://afz.lvr.de/media/archive_im_rheinland/publikationen/archivhefte/LVR_Archivheft29.pdf
- https://www.hueckelhoven.de/site/uploads/2016/01/Museeumflyer_1233673753.pdf
- https://heinsberger-land.de/erlebnisse/mineralien-und-bergbaumuseum/
- https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-heinsberg/hueckelhoven/mineralien-und-bergbaumuseum-nicht-großer-aber-viel-moderner/3060759.html
- https://rp-online.de/nrw/staedte/kreis-heinsberg/steine-aus-uralten-zeiten_aid-13139613
- https://www.bergbaumuseum.de/fileadmin/files/zoo/uploads/newsletter-montan.dok/2017-2-newsletter_montandok.pdf
- https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110683080-016/pdf?licenseType=open-access&srsltid=AfmBOoo8OIQ5s3zZVe4Zcq1h7_6jrM-6nMgaz_cIWt5qjSk17lOyP4ac
- https://www.steinkern.de/steinkern-karte.html
- https://www.outdooractive.com/de/poi/niederrhein/museum-der-mineralien-und-bergbaufreunde-hueckelhoven/24237118/
- https://heinsberger-land.de/erlebnisse/mineralien-und-bergbaumuseum/olympus-digital-camera-25/